FIDE-Regeln

Die neuen FIDE-Regeln enthalten einige wichtige Anpassungen

Seit dem 1. Juli 2017 gelten die neuen FIDE-Regeln Gegenüber den bisherigen Regeln wurden einige Anpassungen vorgenommen.

Ziehen mit einer Hand: Alle Züge – also auch Rochaden, Bauernumwandlungen und der Abtausch oder das Schlagen von Figuren und Bauern – müssen mit ein und derselben Hand ausgeführt werden. Falls dies nicht so vorgenommen wird, gilt der ausgeführte Zug als regelwidrig und wird wie folgt geahndet: Erstens zwei Minuten Zeitgutschrift für den Gegner, zweitens kann der Schiedsrichter im Wiederholungsfall den Partieverlust anordnen. Wird ein regelwidriger Zug zweihändig ausgeführt, gilt dies nur als ein Vergehen (beispielsweise Rochade bei Schach). Bei Blitz- und Rapidpartien führt die «Doppelhändigkeit» zum sofortigen Partieverlust. Die Partie ist jedoch remis, wenn eine Stellung entstanden ist, in der es dem Gegner nicht möglich ist, den König des Spielers durch irgendeine Folge regelgemässer Zügen mattzusetzen.

Berührt – geführt: Hier wird eine Verschärfung angestrebt. Nur der Spieler, der am Zug ist, darf eine oder mehrere Figuren auf ihren Feldern zurechtrücken – vorausgesetzt, dass er seine Absicht im Voraus bekannt gibt. Wer eine Figur berührt, muss diese ziehen – es sei denn, dass die Berührung eindeutig nicht gewollt war. 

Remisangebote: Neu darf frühestens nach der Ausführung des ersten Zuges von Schwarz (!) ein Remisangebot gemacht werden. Remisvereinbarungen, ohne dass ein Zug gespielt ist, sind nicht erlaubt.

Matthias Gallus/Beat Rüegsegger/Georg Kradolfer

Weitere Neuerungen in den FIDE-Regeln finden Sie in «SSZ» 5/17!

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Neu darf frühestens nach der Ausführung des ersten Zuges von Schwarz ein Remisangebot gemacht werden