Team-Cup

Entschlackung des SSB-Terminkalenders: ZV schlägt Abschaffung des Team-Cups vor

An der Delegiertenversammlung 2018 des Schweizerischen Schachbundes (SSB) wurde der Zentralvorstand nach einer grossmehrheitlich überwiesenen Motion von Roland Burri (Schachclub Niederlenz) beauftragt, Vorschläge zur Entschlackung des Terminkalenders auszuarbeiten. An der DV vom 12. September bringt der ZV die Ergebnisse einer Spezialkommission zur Diskussion. 

Im Gespräch mit der «SSZ» erläutert die ehemalige Präsidentin der Kommission Turniere Gundula Heinatz, die zusammen mit Motionär Roland Burri, Peter A. Wyss (SSB-Zentralpräsident), Bernhard Schärer (ehemaliger Präsident der Kommission Turniere) und Markus Angst (Leiter der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft/SMM) der Agenda-Arbeitsgruppe angehörten, welche Vorschläge den Delegierten gemacht werden.

«SSZ»: Wie präsentierte sich nach der überwiesenen Motion Burri die Ausgangslage für die Agenda-Arbeitsgruppe?

Gundula Heinatz: Wir waren uns einig, dass die in den vergangenen Jahren neu in den SSB-Kalender aufgenommenen Verbandsturniere ausnahmslos auf den Nachwuchsbereich entfallen. So beispielsweise die seit 2008 ausgetragene Schweizerische Jugend-Mannschaftsmeisterschaft (SJMM), die 2018 erstmals durchgeführte Schweizer Meisterschaft U8 oder der ebenfalls 2018 eingeführte Final der Schweizer Mädchenmeisterschaft U10/U12/U14/U18. Dass das Schweizer Jugendschach so floriert, ist an sich eine gute Sache. Aber wir dürfen natürlich die älteren Turnierspieler nicht aus den Augen verlieren.

Das heisst konkret?

2014 schaffte der SSB mit der Coupe Suisse ein Turnier ab, das primär die ältere Generation ansprach. Dennoch schlagen wir der DV vor, mit dem Team-Cup nun auch den zweiten K.o.-Wettbewerb aus dem Kalender zu streichen. Denn auch er weist eine stagnierende Beteiligung auf. Die Abschaffung des Team-Cups bedarf keiner Änderung der SSB-Statuten, da er dort nicht genannt ist. Nachdem für die Coupe Suisse bereits sieben Samstag-Verbandstermine freigeworden sind, werden inskünftig auch sieben Sonntage freigeschaufelt.

Lesen Sie das komplette Interview in «SSZ» 3/20!

 

Gundula Heinatz: «Dass das Schweizer Jugendschach so floriert, ist an sich eine gute Sache. Aber wir dürfen natürlich die älteren Turnierspieler nicht aus den Augen verlieren.»