Berner Gartenschach-Szene

Wo Caissa durch die Gassen wandelt

Wenn morgens die ersten Sonnenstrahlen die Stadt Bern in goldenen Glanz tauchen, zeigen sich auch die Schachfiguren auf den zahlreichen Gartenschachfeldern der Stadt wieder in bestem Licht. Vergleiche zum bekannten deutschen Schachdorf Ströbeck, wo insbesondere Lebendschach gar zum Kulturgut mutiert ist, bahnen sich an. Nur dass in Bern nicht die Schachfiguren zum Leben erwachen, sondern vielmehr die Führer derselben. 

Ob die Hitze den Asphalt förmlich schmelzen lässt oder aber orkanartige Stürme wüten, nichts kann die Berner Gartenschach-Gemeinde davon abhalten, sich tagein, tagaus am Geschehen rund um die beliebten Schach-Treffpunkte zu beteiligen. Zu einem wahrhaftigen Freilichttheater mutiert jeweils der bekannte Bärenplatz – der «Center Court» der Berner Schachszene. Flankiert vom Bundeshaus und der früheren Wehrmauer sorgen unzählige Hobbyspieler, Klubveteranen wie auch Berner Schach-Legenden für beste Unterhaltung. 

Nicht zu vergessen die junge Berner Garde um WFM Lena Georgescu und GM Noël Studer, die ihr Können ab und zu auch auf den überdimensionalen Brettern unter Beweis stellen, ganz zur Freude der Zuschauer. Wo finden Amateure denn sonst Gelegenheit, sich in freundschaftlicher Atmosphäre mit der Schweizer Schach-Elite zu messen? 

Die komplette Gartenschach-Reportage von Oliver Marti finden Sie in «SSZ» 5/18!

Die Berner Gartenschach-Szene ist in der ganzen Stadt aktiv