100 Jahre Schachklub Rapperswil-Jona

von Oliver Marti (Kommentare: 2)

Impressionen vor Ort

om - Werden 100 Jahre Bestehen gefeiert, macht man das nicht hinter verschlossenen Türen. So auch beim Schachklub Rapperswil-Jona, wo man zum runden Geburtstag gleich alle Register gezogen hat.

Die 100-Jahr-Feier ist am Samstag im Freien beim Fischmarktplatz in Rapperswil bei herrlichem Sonnenschein über die Bühne gegangen. Am Nachmittag wurde es fast ein wenig zu heiss, sodass die Leute eher dem Schatten als der Veranstaltung folgten. Trotzdem darf auf einen erfolgreichen Tag zurückgeblickt werden. Begonnen wurde mit einem Podiumsgespräch. Als Gesprächsleiter fungierte dabei Hansjörg Illi, der später auch während dem ganzen Tag als Sprecher von Programmpunkt zu Programmpunkt führte. Teilnehmer am Podium waren Peter Wyss, Christian Grätzer, Karl Eggmann, Jes Caspersen, Robert Lechler (Juniorenleiter Rapperswil-Jona) und natürlich Nico Georgiadis. Die Herren konnten von Ihren Erfahrungen und Zielen in Zusammenhang mit Schach berichten. Anschliessend wurde die Podiumsrunde mit einigen Spielern ergänzt und trat in einem Simultan gegen den amtierenden Stadtmeister von Rapperswil-Jona, Hans Joller, an. Ein hartes Los für Hans, werden doch einige seiner Gegner auf dem Papier stärker eingeschätzt als er selber. Hans Joller machte aber seinem Ruf als guter Blitzer alle Ehre und konnte trotz der elomässigen Übermacht am Ende ein ausgeglichenes Ergebnis präsentieren (6:6).

Nach dem ersten Simultan richtete der Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, Hans Stöckling, sein Wort an das Publikum. Er beglückwünschte den Schachklub Rapperswil-Jona zum 100. Geburtstag und zum gelungenen Anlass am Fischmarktplatz. Besonders hob er die vielen Aktivitäten des SKRJ hervor, welche das Jahr hindurch die Freunde des Schachs zum Spiel animieren. Auf ein kleines Apéro folgte dann ein Simultan mit GM Nico Georgiadis: 25 junge Spieler inklusive ein Schachroboter traten gleichzeitig gegen ihn an. Während gut vier Stunden kämpfte er in der Hitze der Nachmittagssonne gegen seine vielen Gegner. Relativ früh musste der Schachroboter bereits die Segel streichen, während die Jugendlichen sehr lange hartnäckig am Ball blieben. So stiess Gerret Donhauser bis zu den letzten acht Spielern vor, welche Nico noch Paroli boten. Nach 40 Zügen lichteten sich die Reihen der Gegner aber rapide. Die Hoffnungen der Spieler (und des OK-Präsidenten Markus Rhyner) schwanden immer mehr, dass noch irgendwie ein Punkt erobert werden könne. So hielt Nico seine Weste bis zur 24. Partie rein. Erst Berni Imfeld gelang es, ihm wenigstens ein Remis abzuringen. Als Einziger konnte er einen Preis für einen Punkt bzw. Teilpunkt von den Organisatoren entgegennehmen. Am Schluss lautete das Verdikt 24½ zu ½ für Nico. Der Schachklub Rapperswil-Jona gratuliert Nico zu dieser eindrücklichen Demonstration.

Während des ganzen Tages nahmen Passanten aktiv am Anlass teil. So konnten in einer Ecke Klubspieler zu einem Blitz herausgefordert werden, bei einem Gartenschach wurde die Person gesucht, welche die Figuren am schnellsten aufstellt, und bei einem Schachrätselwettbewerb wurde ein Schachspiel aus Bali verlost. Auch in der Festwirtschaft konnten sich die Besucher verköstigen. Alles in Allem kann der Schachklub Rapperswil-Jona auf einen erfolgreichen Anlass zurückblicken und dadurch angespornt die nächsten 100 Jahre in Angriff nehmen.

 

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Robert Kommentar von Robert |

Gratulation und Kompliment an die Organisatoren des Schachklubs Rapperswil-Jona, die diesen beeindruckenden Event durchgeführt haben. Durch solche öffentlichen Aktivitäten können wir unseren Sport in die Öffentlichkeit tragen.

Schachverband Zürichsee Kommentar von Schachverband Zürichsee |

Herzlichen Dank für euren tollen Anlass. Euer Jubiläum als «Tag der offenen Tür» gemeinsam mit der Oeffentlichkeit zu feiern ist und bleibt ein Leuchtturm. Hoffentlich finden sich viele Nachahmer, die auf diese Weise das Schachspiel bewerben!

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