Schönes Beispiel für Mädchenförderung im Schach

von Werner Aeschbach (Kommentare: 1)

20 junge Mädchen nahmen mit viel Begeisterung und Spass am Turnier in Oberägeri teil.

wa - Am Sonntag, 17. Juni 2018 führte der Verein ChessMates Zugerland ein Mädchenschachturnier in Oberägeri durch. In den Kategorien U10, U8 und U6 nahmen 20 junge bis sehr junge Schachspielerinnen aus verschiedenen Regionen der Schweiz teil. Die jüngste Spielerin war erst 4 Jahre alt!

Es wurden 7 Runden gespielt, wobei die Kategorien U8 und U6 zusammengefasst wurden. Siegerin bei U10 wurde Lea Glanc (Zürich), die sich beim gesamtschweizerischen Mädchenfinale zwei Wochen zuvor noch mit dem 3. Platz hatte begnügen müssen. Bei U8 gewann nach Stichkampf die Lokalmatadorin Maria Speerli, während der 1. Platz in der U6-Wertung mit Elena Gregor ebenfalls an eine Zürcherin ging.

Zwischen den Runden konnten sich die Mädchen draussen austoben oder in einem Aufenthaltsraum mit anderen Spielen vergnügen. Mit Spaghetti oder Wienerli und einem Kiosk wurden alle bestens versorgt. Trotz des Stichkampfes in der Kategorie U8 war das Turnier aber früh genug zu Ende, dass alle rechtzeitig zum ersten Fussball-WM Spiel der Schweizer (gegen Brasilien) nach Hause kamen.

Für Annette Waaijenberg, Präsidentin des Vereins ChessMates und Cheforganisatorin des Turniers, endete damit ein anstrengendes aber auch sehr erfolgreiches Wochenende. Denn am Samstag, 16. Juni, hatte sie auch noch ein Seminar im Haus des Sports in Ittigen gehalten. Diese Veranstaltung, die der SSB zum ersten Mal für die Teilnehmer der Delegiertenversammlung organisierte, wurde von 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht. Annette Waaijenberg berichtete, wie sie vor einem Jahr den Verein ChessMates Zugerland gründete und seither erfolgreich ein grosses Angebot an Schachkursen für Kinder und Erwachsene aufbaut. Ein wichtiges Thema war die Werbung im Internet und sozialen Netzwerken. Frau Waaijenberg ging im Verlauf der Veranstaltung sehr flexibel und kompetent auf die Fragen und Anliegen der Teilnehmenden ein. So konnten alle viel Neues und Anregendes aus den anderthalb Stunden mitnehmen.

Die Förderung der Mädchen liegt dem SSB am Herzen. Ganz wichtig sind dafür Trainerinnen und andere Rollenvorbilder für Mädchen, wie das Beispiel Annette Waaijenberg zeigt. Das Turnier in Oberägeri wurde auch von Spielerinnen anderer Schachschulen mit Begeisterung besucht, wie die nachstehenden Links illustrieren. Da kann man nur sagen: Weiter so!

Links zum Thema:

Turnierbericht bei ChessMates Zugerland

Turnierbericht auf Facebook von Chess4Kids

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Alexander Schiendorfer Kommentar von Alexander Schiendorfer |

Super, toller Event.

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