David Monnier (Payerne) ist Schachlehrer des Jahres 2017

von Werner Aeschbach

David Monnier führte Schach und Schule mit der Gründung der Schachschule der Broye in idealer Weise zusammen. (Foto: Alain Wicht/La Liberté)

wa - Die Jury, bestehend aus dem Zentralvorstand sowie der Fachstelle für Nachwuchsförderung und Ausbildung des Schweizerischen Schachbundes (SSB), hat entschieden: David Monnier, Direktor der Schachschule der Broye (Ecole d’échecs de la Broye/EEB) ist Preisträger des Accentus-Förderpreises für den Schachlehrer des Jahres 2017. Zur Wahl standen sieben bestens qualifizierte Kandidaten.

Ziel der Preisausschreibung war es, eine grössere Wertschätzung der Schachlehrer(innen) in der Öffentlichkeit zu erreichen, deren Leistungen zu honorieren und den Lehrkräftenachwuchs zu motivieren. Kandidaten konnten von Schulen, Schachgruppen oder Schüler(inne)n vorgeschlagen werden. Bei der Fachstelle für Nachwuchsförderung und Ausbildung gingen neben einigen reinen Namensnennungen sieben vollständige Nominie­rungen mit den in der Ausschreibung geforderten Informationen ein.

Alle sieben Kandidaten wiesen beachtliche Leistungen als Schachlehrer vor – meist verbunden mit langjähriger Erfahrung und einer grossen Anzahl Schüler(innen), darunter oft auch sehr erfolgreiche. Diese wichtigen Bewertungskriterien waren also zumeist vollumfänglich erfüllt, und auch weitere Faktoren wie etwa innovative Beiträge zur Förderung des Schul- und Vereinsschachs waren bei mehreren Kandidaten gegeben. Letztlich entschei­dend für die schwierige Wahl der Jury war der Eindruck, dass David Monnier mit seiner Schachschule auf besonders exemplarische Art und Weise gezeigt hat, was in der Jugendschach­förderung auf Vereinsebene mit dem nötigen Engagement erreicht werden kann.

David Monnier wirkte schon als Junior in der Jugendabteilung des Schachklubs Payerne mit und befasste sich bereits in seiner Ausbildung zum Lehrer mit der Bedeutung des Schachs für den Mathematikunterricht. Schach und Schule führte er mit der Gründung der Schachschule der Broye, die im Jahr der Preisausschreibung ihr zehnjähriges Bestehen feiern konnte, in idealer Weise zusammen. Über 500 Schachschüler führte er in das königliche Spiel ein – als Lehrer an der Schule in Avenches ebenso wie als Kursleiter an der Schachschule der Broye.

Seine Qualitäten als Lehrer und seine Leidenschaft für das Schachspiel machen seinen Unterricht bei den Schülern sehr beliebt. Viele davon erreichten beachtliche sportliche Erfolge und Spielstärken, was sich beispielsweise darin zeigt, dass Payerne heute in der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM) und in der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft (SGM) in der zweithöchsten Liga vertreten ist. Der Verein profitierte also auch sportlich enorm von Monniers hervorragender Jugendarbeit.

David Monnier ist aber nicht nur als Lehrer tätig, sondern als Organisator des gesamten Angebots der Schachschule, das Kurse, Camps und Turniere umfasst. Als Präsident des Schachklubs Payerne und Direktor der Schachschule der Broye ist er die zentrale Figur hinter dem Erfolg von Payerne im Schweizer (Jugend-)Schach. Besonders hervorzuheben ist überdies, dass er all dies als reiner Amateur in ehrenamtlicher Tätigkeit leistet!

Der Preis wird David Monnier an der SSB-Delegiertenversammlung am 16. Juni in Ittigen verliehen.

Ein Interview mit David Monnier finden Sie hier: http://www.swisschess.ch/forum-nachrichtenleser/monatsinterview-mit-david-monnier-unsere-einfuehrungskurse-sind-ausgebucht.html

In der «Schweizerischen Schachzeitung» 2/15 finden Sie eine Reportage über die Schachschule der Broye: http://www.swisschess.ch/ssz-archiv.html

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