Die Schweizer Führungsliste wechselt per 1. Januar 2026 zum FIDE-Rating-System
von Markus Angst
ma - Wie an der Delegiertenversammlung im vergangenen Juni beschlossen, wechselt der Schweizerische Schachbund (SSB) per 1. Januar 2026 auf das FIDE-System. Damit gibt es eine einheitliche und internationale Wertung der Schweizer Schachspieler(innen). Die ehemalige Schweizer Führungsliste wird zu historischen Zwecken noch aufbewahrt.
Die Details sind mittlerweile mit der FIDE geklärt, die letzte SSB-Führungsliste wird wie geplant im Januar für die Periode 6/25 (November/Dezember) gerechnet. Turniere im neuen Jahr werden – sofern sie überhaupt gewertet werden – nur noch im FIDE-System gewertet.
Für alle Spieler(innen), die eine Schweizer Wertung über 1400, aber selbst noch keine FIDE-Wertung haben, wird die Schweizer Führungszahl in das FIDE-System übernommen. Diese Spieler(innen) werden ab 1. Februar 2026 mit ihrer letzten Schweizer Führungszahl in der FIDE-Wertung erscheinen – ergänzt mit allfälligen Wertungspartien aus der FIDE-Januar-Wertung. Alle anderen Spieler(innen) fahren mit ihrer bereits bestehenden FIDE-Wertungszahl fort.
Spieler(innen) mit einer Schweizer Wertung von weniger als 1400 können leider nicht in das FIDE-System übernommen werden, da gemäss der bestehenden FIDE-Regeln nur Spieler(innen) ab 1400 eine Wertung bekommen. Aufgrund der allgemeinen ELO-Erhöhung von Anfang 2025 sind jedoch nur wenige Spieler(innen) davon betroffen.
Ungewertete Spieler(innen) können ab 2026 gemäss der FIDE-Regeln eine Wertung bekommen. Dafür müssen mindestens fünf Partien mit einer Performance von mindestens 1400 an einem gewerteten Turnier gespielt werden.
Wichtig für Turnierorganisatoren
Die Turnieranmeldungen und Resultatmeldungen werden ab 1. Januar 2026 nicht mehr über das «Result Submission Center» laufen. Die Turnierorganisatoren müssen die Resultate direkt an die FIDE Rating Offices der Schweiz melden (Heinz Vifian, Igor Kupalov, Eliane Spichiger, Philipp Aeschbach), die diese dann an die FIDE weitergeben.
Ebenfalls ab 1. Januar 2026 gelten – gemäss dem Entscheid der SSB-DV – die neuen Führungslistengebühren von fünf Franken pro Turnierteilnehmer(in).