Ngyuen Ly leitet die neue SSB-Koordinationsstelle für die Anliegen der Schachklubs und Schachschulen der Romandie
von Markus Angst
ma - Als Anlaufstelle für die Anliegen der Romandie, die deren Bedürfnisse direkt entgegennimmt, schafft der Schweizerische Schachbund (SSB) neu eine Koordinationsstelle für die Anliegen der Schachklubs und Schachschulen aus der Westschweiz. Geleitet wird diese von Nguyen Ly.
«Wir haben in den vergangenen Monaten festgestellt, dass unter den Schachklubs und den Schachschulen der Romandie zunehmend die Überzeugung aufgekommen ist, dass der SSB die Anliegen der Romandie zu wenig ernst nimmt und der Wert der Dienstleistungen des SSB für die Romandie nicht mehr dem finanziellen Aufwand gerecht wird», sagt André Vögtlin.
«Diese Feststellung bereitet dem Zentralvorstand grosse Sorgen. Unabhängig davon, ob nun diese Meinung gerechtfertigt ist oder nicht, besteht ein Handlungsbedarf. Es kann in keiner Weise im Interesse des SSB sein, dass sich quasi ein ganzer Landesteil emotional verabschiedet», so der SSB-Zentralpräsident.
Um zu wissen, wo der Schuh drückt und um die Anliegen der Mitglieder in der Romandie ernst zu nehmen, soll der Informationsaustausch zwischen den Klubs sowie der Schachschulen der Romandie und dem SSB mit der neuen Anlaufstelle verstärkt und beschleunigt werden.
Als Romandie-Koordinator amtiert – zusätzlich zu seinem bisherigen Pensum und ohne Aufstockung der Stellenprozente – ab dem 1. Juli Nguyen Ly. Er arbeitet bereits heute in der SSB-Geschäftsstelle und zeichnet verantwortlich für die Ausbildungskurse der gesamten Schweiz. «Daher verfügt er bereits über gute Kontakte zur Romandie und beherrscht die französische Sprache. Als Präsident des erfolgreichen Schachklubs Bern kann er sich bestens in die Lage der Präsidenten und Präsidentinnen der Westschweizer Schachklubs hineinversetzen», betont André Vögtlin.