Rosen-Open in Jona: Teilnehmenden-Rekord, ein Überraschungssieger und zwei «Weitspringer»

von Markus Angst

Das Siegertrio des Rosen-Opens (von links): IM Vadim Cernov (2.), Bernd Reinhardt (1.), FM Henrik Cernov (D).

ma - Überraschung beim vom Schachklub Rapperswil-Jona organisierten Rosen-Open in Jona: Der «nur» als Nummer 6 gestartete Bernd Reinhardt liess sich als Turniersieger feiern.

Der für den Nationalliga-B-Klub Swisschess Academy Lugano spielende und im baden-württembergischen Adelsheim wohnhafte Deutsche machte sich drei Tage nach seinem 64. Geburtstag nachträglich selber ein Geschenk in Form des ersten Preisgelds.

Bernd Reinhardt holte als Einziger das Maximum von 5 Punkten. Kleiner Schönheitsfehler: Er traf nicht auf die beiden auf den Rängen 2 und 3 landenden Topgesetzten IM Vadim Cernov (Rum) und FM Henrik Cernov (D). Die beiden einzigen Titelträger wiesen nach vier Runden ebenso 4 Punkte auf wie Reinhardt. Sie trafen aber im Schlussdurchgang aufeinander und remisierten, während sich der Turniersieger gegen Benjamin Brändis (Männedorf/9.) durchsetzte.

Für Aufsehen sorgten mit einem grossen Sprung von hinten in die Top Ten ein Senior und ein Junior. Der 61-jährige Andri Arquint (Samnaun-Compatsch) vom Schachclub Engadin wurde als Startnummer 13 mit 4 Punkten – er verlor lediglich gegen Reinhardt – Sechster. Und der für die Schulschachprofis spielende 12-jährige Evan Lüthi (Uitikon Waldegg) landete gar als Startnummer 64 (!) mit 3½ Punkten – er unterlag in der Schlussrunde dem viertplatzierten Artem Gontsul (Klingnau) – auf Rang 10.

Mit 85 Teilnehmenden verzeichnete das zum 18. Mal ausgetragene Rosen-Open einen neuen Rekord. Die bisherige Bestmarke lag bei 80 Spieler(inne)n vor zwei Jahren.

Hier finden Sie die Resultate des Rosen-Opens.

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