Die 6 Ethik-Prinzipien des SSB

Wo im Folgenden zu Gunsten einer besseren Lesbarkeit nur männliche Personenbezeichnungen verwendet werden, sind darunter stets auch die entsprechenden weiblichen Bezeichnungen zu verstehen.

Erstens - Fairness

Vereine, Spieler, Schiedsrichter und Funktionäre setzen alles daran, dass der Schachsport in einem würdigen Umfeld ausgeübt wird. Sie sind aufgefordert, eine faire Spielkultur zu fördern. Das Verhalten untereinander, gegenüber der Öffentlichkeit und dem Gegner am Brett ist jederzeit von gegenseitigem Respekt, Anstand und Ehrlichkeit geprägt.

Zweitens - Gleichbehandlung

Der Schachsport steht unabhängig von Nationalität, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Leistungsstärke, sozialer Herkunft, religiöser und politischer Ausrichtung allen interessierten Personen und Organisationen offen.

Drittens - Soziale Kompetenz

Die Massnahmen zur Erreichung der sportlichen Ziele erfolgen unter Rücksichtnahme auf Ausbildung, Berufsausübung und Wahrnehmung familiärer und freundschaftlicher Verpflichtungen. Sie verletzen weder die physische noch psychische Integrität der Schachspielerinnen und -spieler.

Viertens - Nachwuchsförderung

Die Zukunft des Schachsports liegt in der Verantwortung der gegenwärtigen Entscheidungsträger. Sie setzen alles daran, den Nachwuchs zusammen mit Eltern und Lehrern nach bestem Gewissen und Wissen in sportlichen wie persönlichen Belangen zu fördern, zu unterstützen und zu betreuen. Dem Nachwuchs soll dabei der Anreiz geboten werden, langfristig an den bestbesetzten nationalen und internationalen Turnieren mitspielen zu können.

Fünftens - Verantwortung

Der Schachsport fördert die Selbst- und Mitverantwortung. Vereine, Spieler und Funktionäre bekämpfen den Gebrauch von Dopingmitteln und den Missbrauch von Suchtmitteln. Sie sind gegenüber unfairem Verhalten, sexuellen Übergriffen und Diskriminierungen in ihrem nächsten Umfeld wachsam und sensibilisiert und schreiten dagegen konsequent ein.

Sechstens - Kommunikation

Im Schachsport werden Entscheidungen demokratisch gefällt und der Öffentlichkeit transparent mitgeteilt. Schachspielerinnen und -spieler werden an der Willensbildung der Verbandsgremien beteiligt.