St. Gallen und Echallens steigen in die Nationalliga A auf – Olten, Schwarz-Weiss Bern, Bern und Bois-Gentil Genf steigen in die 1. Liga ab – IM-Norm für Simon Stoeri

Der für Payerne spielende FM Simon Stoeri holte die erste IM-Norm in der Nationalliga B.

ma - St. Gallen und Echallens steigen in der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM) in die Nationalliga A auf. Für die Ostschweizer, die 2015 überraschend aus der Nationalliga B abgestiegen und nur ein Jahr später wieder zurückgekehrt waren, ist es der zweite Aufstieg in die oberste Spielklasse nach 2001. Echallens hingegen kehrt nach nur einer Saison wieder in die NLA zurück.

St. Gallens direkter Durchmarsch von der 1. Liga in die Nationalliga A stand bereits vor der Schlussrunde am Sonntag fest. Während die St. Galler in der 8. Runde der NLB-Ostgruppe gegen Tribschen 5:3 gewannen, verlor der einzig verbliebene Aufstiegskonkurrent Baden gegen Luzern II mit dem gleichen Resultat. Seine erfolgreiche Saison krönte St. Gallen mit einem 4½:3½-Sieg gegen Wettswil in der Schlussrunde.

Wesentlich dramatischer verlief die Aufstiegsentscheidung in der NLB-Westgruppe. Nachdem Echallens in der 8. Runde gegen Riehen II überraschend mit 2½:5½ verloren hatte, übernahm das gegen Nyon mit 5:3 siegreiche Schwarz-Weiss Bern II mit einem Punkt Vorsprung die Tabellenspitze. Doch 24 Stunden später wendete sich das Blatt wieder. Die ohne ihren Teamleader GM Vadim Milov und nur zu siebt angetretenen Berner verloren gegen Vevey 2½:5½, während Echallens gegen Payerne mit 5:3 gewann. Hätte Vevey tags zuvor nicht gegen Payerne 3:5 verloren, hätte der Aufsteiger aus der Waadt auch anders heissen können. Wie knapp die Entscheidung in der Westgruppe fiel, beweist die Tatsache, dass die vier Top-Teams Echallens, Trubschachen, Vevey und Schwarz-Weiss II nur durch einen Punkt getrennt sind.

Ebenfalls dramatisch war in beiden Gruppen der Kampf gegen den Abstieg. Im Osten erwischte es Olten (nach drei NLB-Saisons) mit 6 und Schwarz-Weiss Bern (nach zwei NLB-Saisons) mit 5 Punkten. Besonders bitter war der Abstieg für Olten, gewann es doch die Schlussrunde gegen Luzern II und war damit auf gleicher Höhe mit NLA-Absteiger Solothurn (das in letzter Minute mit einem 5:3-Sieg gegen Schwarz-Weiss den Kopf aus der Schling zog), Tribschen und Wettswil, wies jedoch die schlechtesten Einzelpunkte des punktgleichen Quartetts auf.

Im Westen überholte Nyon dank eines Last-Minute-Siegs gegen Sorab Basel (5:3) Bern noch und verwies die Berner, die 2015 aufgestiegen waren und die Schlussrunde gegen Riehen 2½:5½ verloren, um einen Punkt in die 1. Liga. Dorthin zurückkehren muss nach vier NLB-Saisons auch Bois-Gentil und sorgte dabei gleich noch für eine Premiere. Weil die mit null Punkten dastehenden Genfer den letzten Match gegen Trubschachen forfait gaben und dafür mit einem Punktabzug bestraft wurden, schliessen sie die Saison mit einem Minussaldo ab.

Erstmals gab es in der Nationalliga B eine IM-Norm. Für die doppelte Premiere sorgte der für Aufsteiger Payerne spielende 23-jährige FM Simon Stoeri, der seine erste IM-Norm holte. Der Bruder der letztjährigen Schweizer Meisterin WFM Laura Stoeri totalisierte 6½ Punkte aus neun Partien. Er verlor zwar die Startrunde (gegen Frank Salzgeber), gewann danach aber fünf Partien (darunter auch gegen die beiden Internationalen Meister Petar Benkovic und Branko Filipovic) und spielte dreimal remis (darunter in der Schlussrunde gegen GM Florin Gheorghiu).

Erfolgreichster NLB-Spieler war GM Sergej Owsejewitsch (Solothurn) mit einer makellosen Bilanz von 8 Punkten aus acht Partien. IM Hansjürg Kaenel (Trubschachen) kam auf 7 aus 9, Sebastian Hoffmann (Tribschen) und Christian Salerno (St. Gallen) auf je 6½ aus 8.

Nationalliga B, Ost, 8. Runde

Tribschen - St. Gallen 3:5 (Schild - Steiger ½:½, Arcuti - Leutwyler 1:0, Räber - M. Novkovic 0:1, Cremer - Thaler 1:0, Gabersek - Akermann 0:1, Hoffmann - J. Novkovic 0:1, Bellmann - Klings ½:½, Neubert - N. Fecker 0:1).

Luzern II - Baden 5:3 (Kovac - Klundt 1:0, Bodrozic - Snuverink 0:1, Kaufmann - Düssel 1:0, Rüetschi - Eschholz 1:0, P. Lötscher - Bouclainville 0:1, Deuber - Rodic ½:½, Portmann - Suter ½:½, Graf 1:0 f.).

Winterthur II - Schwarz-Weiss Bern 4:4 (Bichsel - Papakonstantinou 1:0, Kelecevic - Ollenberger 0:1, Kauch - Balzer ½:½, Karrer - Curien 0:1, Mäder - Nazarenus 1:0, Zollinger - Turkmani 0:1, Borner - Ramseyer ½:½, Ballmer - Dietiker 1:0).

Solothurn - Zürich II 3:5 (L. Muheim - J. Rosenthal 0:1, Owsejewitsch - Goldstern 1:0, Schwägli - Friedrich 0:1, S. Muheim - Vucenovic 0:1, Habibi - D. Fischer ½:½, M. Fischer - Haufler 1:0, M. Muheim - Issler ½:½, Krebs - Walser 0:1).

Wettswil - Olten 4½:3½ (Ph. Aeschbach - B. Kamber ½:½, Hug - Holzhauer 1:0, Huss - Schenker ½:½, Christen - R. Angst 1:0, Georges - Hohler ½:½, W. Aeschbach - Kupper 0:1, Köchli - Reist 1:0, Bieri - Senn 0:1).

Nationalliga B, Ost, 9. Runde

St. Gallen - Wettswil 4½:3½ (M. Novkovic - Ph. Aeschbach ½:½, Leutwyler - Hug 0:1, Akermann - Huss 0:1, Potterat - W. Aeschbach 1:0, Klings - Bieri ½:½, N. Fecker - Heldner 1:0, Salerno - Klee 1:0, Giesinger - Köchli ½:½).

Baden - Tribschen 4½:3½ (Klundt - Räber 1:0, Snuverink - Arcuti ½:½, Düssel - Cremer ½:½, Eschholz - Gabersek ½:½, Bouclainville - Fischer ½:½, Rodic - Hoffmann 0:1, Saurer - Riedener ½:½, Z’Berg - Neubert 1:0).

Zürich II - Winterthur II 4:4 (J. Rosenthal - Kelecevic 1:0, Goldstern - Karrer 0:1, Friedrich - Hirzel 1:0, Silberring - Zollinger ½:½, Fischer - Borner ½:½, Haufler - Ballmer 0:1, Issler - Zesiger ½:½, Kummle - Kreutzmann ½:½).

Olten - Luzern II 5½:2½ (B. Kamber - Kovac 1:0, R. Angst - Rüetschi 0:1, Holzhauer - Kaufmann 1:0, Kupper - D. Atlas ½:½, Hohler - P. Lötscher 1:0, Senn - Graf 1:0, O. Angst - Portmann 1:0, Monnerat - Deuber 0:1).

Schwarz-Weiss - Solothurn 3:5 (Turkmani - Owsejewitsch 0:1, Curien - L. Muheim ½:½, Papakonstantinou - Habibi 0:1, Leutwyler - Schwägli 0:1, Nazarenus - S. Muheim 1:0, Ramseyer - Fischer 1:0, Balzer - Flückiger 0:1, Dietiker - Krebs ½:½).

Schlussrangliste nach 9 Runden: 1. St. Gallen 16 (43/Aufsteiger). 2. Zürich II 12 (42). 3. Winterthur II 12 (39). 4. Baden 12 (38½). 5. Luzern II 7 (32). 6. Solothurn 6 (37). 7. Tribschen 6 (34). 8. Wettswil 6 (33½). 9. Olten 6 (31½/Absteiger). 10. Schwarz-Weiss 5 (29½/Absteiger).

Nationalliga B, West, 8. Runde

Riehen II - Echallens 5½:2½ (Metz - Gheorghiu ½:½, Riehle - Botta 1:0, Haag - Valles 1:0, Giertz - Colmenares ½:½, Seitz - Duratti ½:½, Schwarz - Pahud 1:0, Dill - Lopez 1:0, Wirz - Vianin 0:1).

Payerne - Vevey 5:3 (S. Stoeri - Crut ½:½, Zarri - Kolly 1:0, Gendre - Burnier 0:1, Stijve - Bigler 1:0, Duruz - Jacot 0:1, Overney - Zingg ½:½, L. Stoeri - Besson 1:0, Mégret - Chervet 1:0).

Schwarz-Weiss Bern II - Nyon 5:3 (Milov - Ondozi ½:½, Klauser - Prunescu ½:½, Si. Schweizer - Guex 1:0, Salzgeber - Rasch 1:0, Sa. Schweizer - Graells 0:1, Rickly - Vilaseca 0:1, Urwyler 1:0 f., Berger 1:0 f.).

Sorab Basel - Trubschachen 4½:3½ (Stankovic - Drabke 1:0, Scherer - Filipovic 0:1, Benkovic - Kaenel ½:½, M. Matovic - Milosevic ½:½, Grbic - Simon 1:0, Bojic - Lipecki 1:0, Budisin - Haldemann ½:½, Novosel - Moser 0:1).

Bois-Gentil Genf - Bern 3½:4½ (Masserey - Georgescu ½:½, Kupalov - Fejzullahu 0:1, Schild - Gast 1:0, De La Rosa - Radt 1:0, Suljevic - Monteforte ½:½, Bogousslavsky - Horber ½:½, Viviani - Schlegel 0:1, Schaffner 0:1 f.).

Nationalliga B, West, 9. Runde

Vevey - Schwarz-Weiss II 5½:2½ (Crut - Klauser ½:½, Lamoureux - Si. Schweizer 1:0, Burnier - Salzgeber ½:½, Jacot - Berger ½:½, Hoang - Rickly 1:0, Bigler - Urwyler ½:½, Chervet - Horber ½:½, Zuodar 1:0 f.).

Echallens - Payerne 5:3 (Colmenares - Duruz 1:0, Gheorghiu - S. Stoeri ½:½, Botta - Stijve ½:½, Valles - Zarri 1:0, Pahud - Mégret 1:0, Duratti - Schneuwly ½:½, Vianin - Rochat ½:½, Lopez - Bonferroni 0:1).

Trubschachen - Bois-Gentil 8:0 f.

Nyon - Sorab 5:3 (Ondozi - Benkovic ½:½, Prunescu - Grbic 1:0, Guex - M. Matovic ½:½, Rasch - Budisin 0:1, Schild - Bojic 0:1, Vilaseca - D. Matovic 1:0, Graells - Hänggi 1:0, Michaud - Miletic 1:0).

Bern - Riehen II 2½:5½ (Turdyev - Werner 1:0, Fejzullahu - Metz 0:1, Georgescu - Haag 0:1, A. Lehmann - Seitz ½:½, Radt - Rüfenacht 0:1, Gast - Schwarz ½:½, Horber - Giertz ½:½, Monteforte - Wirz 0:1).

Schlussrangliste nach 9 Runden: 1. Echallens 13 (42½/Aufsteiger). 2. Trubschachen und Vevey je 12 (41½). 4. Schwarz-Weiss II 12 (39½). 5. Riehen II 10 (39½). 6. Payerne und Sorab je 9 (35). 8. Nyon 7 (33½). 9. Bern 6 (28½/Absteiger). 10. Bois-Gentil -1 (23½/Absteiger).

Die erfolgreichsten Punktesammler in der NLB

GM Sergej Owsejewitsch (Solothurn) 8 Punkte aus 8 Partien, IM Hansjürg Kaenel (Trubschachen) 7/9, Sebastian Hoffmann (Tribschen) und Christian Salerno (St. Gallen) je 6½/8, IM Markus Klauser (Schwarz-Weiss II), FM Simon Stoeri (Payerne/IM-Norn), Cédric Pahud (Echallens) und Stanislav Budisin (Sorab) je 6½/9, FM Dragomir Vucenovic (Zürich II) 6/7, GM Vadim Milov (Schwarz-Weiss), FM Davide Arcuti (Tribschen) und FM Daniel Borner (Winterthur II) je 6/8, IM Lorenz Drabke (Trubschachen), Peter Klings und Marc Potterat (beide St. Gallen) je 5/7.

Definitive Paarungen für die Aufstiegsspiele (23.–28. Oktober)

1. Liga/Nationalliga B: Pfäffikon/ZH - Wollishofen II, Réti Zürich II - Chur, Therwil - Sion, Genf II - Biel. – Riehen III verzichtet auf das Aufstiegsspiel, weil Riehen II den Klassenerhalt in der Nationalliga B geschafft hat.

2./1. Liga: Glarus - Lenzburg, UBS Zürich - Luzern III, Jura - Grand Echiquier Lausanne II, Martigny - Solothurn II. – Winterthur III, Zug, Birseck und Basel steigen direkt auf.

3./2. Liga: Bodan Kreuzlingen III - Winterthur V, Rapperswil-Jona - Uzwil, Réti Zürich IV - Cham, Zug II - Pfäffikon II, Nimzowitsch Zürich III - Döttingen-Klingnau, Zimmerberg II - Chessflyers Kloten II, Gligoric Zürich II - Emmenbrücke, Brugg - Baden III, Thun II - Spiez, Bantiger - Bern III, Vevey II - Crans-Montana. – Riehen V, Novartis Basel, SK Biel, Jura II und Payerne II steigen direkt auf.

Direkte Aufsteiger aus der 4. Liga (die zwei Erstplatzierten pro Gruppe steigen auf): Romanshorn, Schaffhausen/Munot II, Gonzen, Winterthur VIII, Brugg II, Glarus II, SK Markus Regez, Mutschellen, Luzern VI, Baar II, Birseck III, Trümmerfeld Basel, SK Biel II, Basel II, Langenthal, Bantiger II, Echallens IV, Amateurs Genf III. – Payerne IV und Ville Genf verzichten auf den Aufstieg.